Freistaat stoppt Tram-Pläne

von Redaktion

Englischer Garten: Keine Zustimmung für Münchner Vorhaben

München – Die Pläne der Stadt München, eine Tram durch den Englischen Garten zu bauen, erleben einen schweren Rückschlag: Der Freistaat entzieht dem Projekt seine Zustimmung. Das geht aus einem Brief von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) an OB Dieter Reiter (SPD) hervor, der unserer Zeitung vorliegt.

Der Stadtrat hatte im Dezember grünes Licht für die Planungen gegeben. Der weltberühmte Park sollte auf 800 Metern Länge durch eine Akkutram gequert werden – dort, wo bislang der Bus verkehrt.

Doch dem Freistaat sind die Planungen zu groß und zu gefährlich. Geschäftsgrundlage sei gewesen, dass die Trasse nicht breiter als die bisherige Busspur werde, schreibt Herrmann. Stattdessen sei sie um 35 Prozent breiter geplant. Mit dem Denkmalschutz sei dies nicht verträglich. Zudem seien die Pläne zu gefährlich für Fußgänger und Radfahrer.

Herrmanns Fazit: „Angesichts der herausragenden Bedeutung des Englischen Gartens als Gartendenkmal für die Stadt München und auch für den Freistaat Bayern lehnt die Staatsregierung eine Tram durch den Englischen Garten ab.“  mik

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