Zahl der Gewalttaten steigt

von Redaktion

Neue Daten – Herrmann: Ungesteuerte Zuwanderung ist Mitursache

Berlin/München – Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 5,94 Millionen gestiegen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2023 hervor, die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) morgen vorstellen will. Die Gewaltkriminalität erreichte mit rund 215 000 Fällen den Höchststand seit 15 Jahren.

Ein Hauptgrund sei, dass die „gefährliche und schwere Körperverletzung“ um 6,8 Prozent auf 154 541 Fälle stieg – die bislang höchste Fallzahl, zitierte die „Welt am Sonntag“ aus der Statistik. Unter anderem stieg die Zahl der Messerangriffe um knapp zehn Prozent auf 8951. Auch die „vorsätzliche einfache Körperverletzung“ nahm auf 429 157 Fälle zu, ein Anstieg um 7,4 Prozent. „Konflikte werden schneller mit Fäusten statt mit Worten gelöst. Die Zündschnur ist kürzer geworden“, so NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Die Zahl der Tatverdächtigen stieg um 7,3 Prozent auf 2,246 Millionen. Von diesen besaßen 923 269 keinen deutschen Pass, das sind rund 41 Prozent. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nannte die Zahlen alarmierend. „Der Anstieg der Kriminalität in Deutschland macht mir Sorgen“, sagte Herrmann unserer Zeitung. Zwar bestätige sich, dass in Bayern das Risiko, Opfer zu werden, nach wie vor deutlich geringer sei. „Aber wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass sich insbesondere die unkontrollierte Zuwanderung negativ auf die Sicherheitslage auswirkt.“ Wichtig bleibe, „straffällige Ausländer, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit sind, nach Verbüßen der Strafe möglichst unverzüglich außer Landes zu bringen“. hud/afp

Artikel 1 von 11