Israel ringt um Antwort auf Iran

von Redaktion

Partner fordern Zurückhaltung – Berlin bestellt Botschafter Teherans ein

Tel Aviv – Auf den iranischen Großangriff wird es nach den Worten des israelischen Generalstabschefs Herzi Halevi eine Antwort geben. Beim Besuch der Luftwaffenbasis Nevatim, die an der Abwehr des Angriffs beteiligt gewesen war, sagte Halevi am Montag: „Während wir nach vorne blicken, erwägen wir unsere Schritte.“ Eine Reaktion werde folgen. Armeesprecher Daniel Hagari erklärte: „Wir werden tun, was immer nötig ist, um den Staat Israel zu schützen, und wir werden es bei der Gelegenheit und zu dem Zeitpunkt tun, die wir selbst bestimmen.“ Konkretes war zunächst nicht bekannt.

Gleichzeitig mehrten sich die Aufrufe internationaler Partner zu Zurückhaltung. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) forderte Israel zur Deeskalation auf. Auch die USA als wichtigster Partner Israels mahnten, „sorgfältig und strategisch über die Risiken einer Eskalation nachzudenken“. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) pochte auf die Einhaltung des Völkerrechts. „Das Recht auf Selbstverteidigung bedeutet die Abwehr eines Angriffes. Vergeltung ist keine Kategorie im Völkerrecht“, sagte sie. Auch UN-Generalsekretär António Guterres rief zur dringenden Deeskalation auf. „Der Nahe Osten steht am Rande des Abgrunds“, sagte er. „Die Menschen in der Region stehen vor der realen Gefahr eines verheerenden großen Konflikts.“

Das Vorgehen des Iran wird international verurteilt. Das Auswärtige Amt hat den Botschafter Teherans einbestellt. Die Bundesregierung reagierte damit auf die Einbestellung des deutschen Botschafters in Teheran in das dortige Außenministerium am Sonntag.

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