Kiefersfelden/Rosenheim – Ein serbischer Pkw-Fahrer hat am Mittwoch versucht, Bundespolizisten an der Inntalautobahn zu bestechen. Die Idee, auf diese Weise unbehelligt weiterreisen zu können, ging jedoch nicht auf.
Schon als sich der Serbe der Kontrollstelle auf Höhe Kiefersfelden näherte, fiel den Bundespolizisten auf, dass etwas nicht stimmte: Das Fahrzeug verfügte über keine Kennzeichen. Auf Nachfrage, wo sich diese befänden, gab der Mann an, dass das Auto beim Kauf in Österreich schon teuer genug gewesen sei, die Anschaffung von Kennzeichen sei deshalb nicht mehr in Frage gekommen. Die Bundespolizei stellte bei ihren Recherchen jedoch fest, dass der Pkw keine Zulassung besaß und nicht versichert war. Zudem konnte der serbische Staatsangehörige keine Fahrerlaubnis vorweisen. Seinen Führerschein auf Probe hatte er in der Vergangenheit wegen Trunkenheit am Steuer verloren. Da der Mann zudem keinen Pass bei sich hatte, wurde ihm vorgeworfen, illegal einreisen zu wollen.
Damit aber immer noch nicht genug: In seinem Gepäck fanden die Beamten mehrere Gramm Kokain. Ein Drogentest ergab, dass der Mann offenbar berauscht am Steuer gesessen war. Mit all diesen Vorwürfen konfrontiert, bot der Serbe den Beamten jeweils 50 Euro an, wenn er seine Fahrt fortsetzen könnte. Diese verweigerten die Annahme und nahmen den Mann vorläufig fest.
Insgesamt beschuldigte die Bundespolizei den Serben nun der Bestechung, eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Führens eines Fahrzeugs unter der Wirkung berauschender Mittel, eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des illegalen Einreiseversuchs. Die Ermittlungen wurden von der verständigten Grenzpolizeiinspektion Raubling übernommen.