Wiesbaden – Im vergangenen Jahr sind in Deutschland deutlich weniger Babys geboren worden als 2022. Die Zahl der Neugeborenen sank 2023 um 6,2 Prozent auf 693 019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit lag die Zahl der Geburten auf einem Zehn-Jahres-Tief: Zuvor waren im Jahr 2013 mit 682 069 weniger als 700 000 Kinder geboren worden. Für 2022 verzeichnete die Statistikbehörde noch 738 819 Lebendgeborene. Allerdings nimmt die Zahl der Familien mit drei oder mehr Kindern zu, vor allem bei Müttern mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. Auffällig ist das Ost-West-Gefälle: Im Osten sank die Zahl um 9,2 Prozent, im Westen um 5,9.
Auch die Zahl der Eheschließungen war 2023 rückläufig: Sie sank um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 360 992, seit 1950 war das der zweitniedrigste Wert. 2022 hatten sich noch 390 743 Paare das Jawort gegeben. Schon dieser Wert war nach dem von pandemiebedingten Einschränkungen geprägten Jahr 2021 niedrig. Personen gleichen Geschlechts gingen im vergangenen Jahr 9200 Ehen ein. Auch hier ist der Trend allerdings rückläufig.