München – Die Einkommen in Ballungsräumen halten nicht mehr Schritt mit den steigenden Mieten. Viele Unternehmen zahlen in Großstädten zwar höhere Gehälter, allerdings gleicht das die hohen Mieten nicht aus.
Besonders schwierig ist die Situation in München, wo die Gehälter zwar um 29 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen, die Mieten aber um 81 Prozent über dem Rest des Landes. Das hat das Online-Portal Immowelt in einer Auswertung von Angebotsmieten in 14 Städten über 500 000 Einwohnern herausgefunden.
München ist Sitz von sieben Dax-Konzernen, die überdurchschnittlich gut bezahlen. Das sorgt dafür, dass die Kaufkraft in der bayerischen Landeshauptstadt mit 35 867 Euro pro Kopf und Jahr um fast ein Drittel höher liegt als die des Durchschnittsdeutschen. (27 848 Euro). Doch das reicht nicht, um die Diskrepanz bei den Mieten auszugleichen: Hier liegt der Bundesschnitt bei 10,28 Euro, während in München bei Neuvermietungen 18,58 Euro pro Quadratmeter fällig werden.
Einen Extremfall stellt die Hauptstadt dar: In Berlin liegt das Einkommen unter dem Landesdurchschnitt, die Mieten aber deutlich darüber. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 26 420 Euro haben Berliner laut Immowelt nur 95 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung, müssen aber mit 13,29 Euro pro Quadratmeter 29 Prozent mehr bezahlen. Das statistisch beste Verhältnis gibt es übrigens in Düsseldorf: Gehälter 15 Prozent über Schnitt, Mieten nur knapp darüber. mm