Neue Debatte um Ladenschluss

von Redaktion

Staatsregierung ringt um Lösung – 20 oder 22 Uhr im Gespräch

München – In der jahrelangen Hängepartie um den Ladenschluss in Bayern gibt es nur wenig Bewegung. Die CSU steuert nach Informationen unserer Zeitung auf ein Landesgesetz zu, das praktisch keine Neuerungen enthält. Läden auch in Städten sollen weiterhin gezwungen sein, um 20 Uhr zu schließen. Die Freien Wähler können sich hier mehr Bewegung vorstellen, heißt es.

Das Arbeitsministerium bereitet im Dialog mit Verbänden einen Entwurf vor, sagte CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek. Für denkbar hält er stundenweise Lockerungen sonntags für Minisupermärkte ohne Personal. Ansonsten bleibt das Verbot an Sonntagen, ausgenommen vier verkaufsoffene Tage. Für die derzeit 500 Tourismus- und Wallfahrtsorte soll es Ausweitungen geben.

Koalitionsintern wird über den Ladenschluss kontrovers beraten. Bei den Freien Wählern reifen Gedanken an eine Lockerung an Werktagen bis 22 Uhr. Auch für Dorf- und Hofläden könne es doch flexiblere Regeln geben, sagen Beteiligte.

Bayern ist das letzte der 16 Bundesländer, das kein eigenes Ladenschlussgesetz hinbekam, sondern eine fast 70 Jahre alte Bundesregelung nutzt.  cd

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