München – Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich Volkswirten zufolge allmählich aus der Konjunkturflaute heraus. Wirtschaftsforschungsinstitute, die ihre aktuellen Prognosen veröffentlichten, zeigten sich zuversichtlicher als im Frühjahr. „Es gibt Licht am Ende des Konjunkturtunnels“, sagte Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel. „Die Zeichen mehren sich, dass sich die deutsche Wirtschaft aus der Rezession befreien kann.“ Im vergangenen Jahr war Europas größte Volkswirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 Prozent in eine Rezession gerutscht. Große Sprünge trauen die Experten der deutschen Wirtschaft aber nicht zu.
Gestützt werden dürfte die Konjunktur von anziehenden Exporten und einer Erholung des privaten Konsums. Gestiegene Löhne und gesunkene Inflationsraten könnten die Konsumlust ankurbeln.
Das IfW Kiel rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent (Frühjahrsprognose: 0,1 Prozent), 2025 dann 1,1 Prozent. Optimistischer ist das Leibniz-Institut in Essen, das seine Wachstumsprognose für 2024 von 0,3 auf 0,4 Prozent heraufsetzte.