München – Die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Bayern ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um rund 6,5 Prozent gesunken. Die für die grenzpolizeilichen Aufgaben im Freistaat zuständige Bundespolizeidirektion München registrierte bis Ende Mai 8153 illegale Grenzübertritte. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum 8724.
Unter den Aufgegriffenen stellten Syrer mit 2059 Personen die größte Gruppe, gefolgt von Ukrainern (1118) und Türken (743). Die hohe Zahl an Ukrainern hängt allerdings auch damit zusammen, dass eine Übergangsverordnung, die ihnen die Einreise ohne Visum ermöglicht, Anfang März ausgelaufen war. Erst Ende Mai wurde sie rückwirkend wieder in Kraft gesetzt und bis Jahresende verlängert.
Die Zahl der Grenzübertritte in Bayern beträgt rund ein Viertel der bundesweiten Fälle. Insgesamt wurden in Deutschland in den ersten fünf Monaten 34 634 illegale Einreisen registriert. Die Zahl lag damit rund 450 unter der aus dem April und rund 1500 unter dem Vorjahresmonat. Seit Einführung temporärer Grenzkontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz Mitte Oktober 2023 stellte die Bundespolizei erheblich weniger unerlaubte Einreisen fest.
Die CSU im Bundestag fordert, Flüchtlinge aus der Ukraine in ihr Heimatland zurückzuschicken, wenn sie keine Arbeit in Deutschland aufnehmen. Nach über zwei Jahren Krieg müsse der Grundsatz „Arbeitsaufnahme in Deutschland oder Rückkehr in sichere Gebiete der West-Ukraine“ gelten, sagte Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Bild am Sonntag“.