EU verhängt vorläufige Strafzölle

von Redaktion

Aufschlag für E-Autos aus China – Entscheidung bis November

Brüssel/München – Die EU-Kommission macht im Streit mit China wegen staatlicher Subventionen ernst: Wie aus dem EU-Amtsblatt hervorgeht, führt die EU ab heute vorläufige Strafzölle auf den Import von Elektroautos aus China ein. Die neuen Zölle liegen je nach Hersteller zwischen 17,4 und 37,6 Prozent und fallen zusätzlich zu den bereits geltenden zehn Prozent Einfuhrzoll an.

Wegen der noch ausstehenden endgültigen Entscheidung müssen die Unternehmen die neuen Zölle zunächst nicht zahlen, bei der Einfuhr der Autos aber entsprechende Bürgschaften hinterlegen. Eine endgültige Entscheidung soll bis Anfang November fallen.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, Manfred Gößl, warnte davor, „dass die Volksrepublik mit bereits angekündigten Gegenmaßnahmen den freien Handel noch mehr infrage stellen wird“. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), forderte eine Verhandlungslösung, „die eine Verschärfung des Handelskonflikts, einen Subventionswettlauf und eine Eskalationsspirale unbedingt vermeidet“. sh

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