Wien/München – Nach den nur knapp verhinderten islamistischen Terroranschlägen in Wien wächst europaweit die Sorge. „Unsere Sicherheitsbehörden sind deshalb höchst wachsam. Jedem Hinweis wird akribisch nachgegangen“, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann unserer Zeitung. Für Großveranstaltungen erarbeite man mit den Veranstaltern umfangreiche Sicherheitskonzepte.
Der in Österreich verhaftete IS-Anhänger hat inzwischen ein volles Geständnis abgelegt. Er wollte bei einem Konzert von Taylor Swift nach eigenen Worten ein Blutbad anrichten. Auch ein 17-Jähriger, der am Rande der Konzerte arbeiten sollte, wurde verhaftet. Bei Durchsuchungen wurden chemische Substanzen und Teile für Bombenbau sichergestellt
„Das Risiko dschihadistischer Anschläge ist so hoch wie seit Langem nicht mehr“, warnte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, schon im Juni. Dschihadisten hätten Rückenwind durch die Machtübernahme der islamistischen Taliban in Afghanistan und durch den israelischen Militäreinsatz gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen.
Im Westen suchen sie sich vor allem weiche Ziele. Vom kommenden Donnerstag an sind noch mehrere Swift-Konzerte in London geplant. Danach geht es für die Musikerin nach Kanada.
Die Münchner Polizei kündigte an, im Umfeld der Adele-Konzertreihe in Riem werde man „mit den erforderlichen Einsatzkräften präsent und ansprechbar sein“. Minister Herrmann sagte, es lägen für die Konzerte „keine konkreten Gefährdungshinweise vor“. mik/nh