Kiel – Die Ausgaben der Bundesregierung für die Verteidigung sind laut Forschern „völlig unzureichend“. „Trotz Zeitenwende-Rhetorik vergrößert sich der Abstand zwischen den militärischen Fähigkeiten Deutschlands und Russlands weiter“, erklärte das Kieler Institut für Weltwirtschaft. Es brauche dauerhaft ein Verteidigungsbudget von mindestens 100 Milliarden Euro. „Russland erwächst zu einer immer größeren Sicherheitsbedrohung für die Nato. Gleichzeitig kommen wir mit der für die Abschreckung nötigen Aufrüstung nur sehr langsam voran“, erklärte Studienautor Guntram Wolff. Demnach schafft es Berlin nur knapp, die an die Ukraine abfließenden Waffen zu ersetzen. Bei Luftverteidigungssystemen und Artillerie-Haubitzen sei der Bestand rückläufig. Das Vorgehen der Koalition sei „ambitionslos“.