Putin droht Debakel in Syrien

von Redaktion

Rebellen rücken vor – Bericht: Jordanien drängt Assad zur Flucht

München – Die islamistischen Kämpfer in Syrien rücken offenbar weiter rasant im Land vor. Nach ihrer Einnahme der Großstädte Aleppo und Hama im Nordwesten des Landes befänden sich die Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und ihre Verbündeten nur noch fünf Kilometer von der Stadt Homs entfernt, erklärte am Freitagdie Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. HTS-Anführer Abu Mohammed al-Dschulani bekräftigte das Ziel, Machthaber Baschar al-Assad zu stürzen. „Dieses Regime ist tot“, erklärte er bei CNN.

Die genaue Lage war am Freitagabend unklar: In Sozialen Netzwerken kursierten Videos, die angeblich Schusswechsel in der Hauptstadt Damaskus zeigten. Aktivisten erklärten, die Regierungstruppen hätten sich bereits aus Homs zurückgezogen. Militärkreise wiesen dies zurück. Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass jordanische und ägyptische Offizielle Assad gedrängt hätten, das Land zu verlassen.

Russland rief seine Bürger zur Flucht auf. Angesichts der „schwierigen militärischen und politischen Lage in Syrien“ weise man alle Staatsbürger auf „die Möglichkeit hin, das Land mit kommerziellen Flügen zu verlassen“. Russland und der Iran gelten als enge Verbündete von Assad. Dessen Sturz wäre deshalb auch eine schwere Schlappe für den russischen Präsidenten Wladimir Putin und sein Militär.

Der Vormarsch könnte Folgen für die ganze Region haben: Homs liegt eine halbe Autostunde von der Grenze zum Libanon entfernt. Die Kontrolle der Regierung über Homs ist dem US-Institut für Kriegsstudien zufolge entscheidend, um weiter Lieferungen des Irans an die Hisbollah im Libanon zu ermöglichen. Experten warnen, dass sich auch im Iran selbst Rebellen ermutigt sehen könnten. » POLITIK

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