Viele Angriffe auf Einsatzkräfte

von Redaktion

37 verletzte Polizisten in Berlin– „Bürgerkriegsähnliche Zustände“

München – Zu Silvester hat es auch in diesem Jahr wieder viele Übergriffe auf Polizei und Einsatzkräfte gegeben. Den Angaben der Berliner Senatsverwaltung zufolge wurden allein in Hauptstadt 37 Polizisten verletzt, einer davon schwer. Die Polizei registrierte mindestens 400 Festnahmen wegen unterschiedlicher Straftaten. Trotzdem fiel die Bilanz der Stadt positiv aus. Der „weitaus überwiegende Teil“ der Menschen in Berlin habe ein „friedliches Silvester“ erlebt, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte indes, die Szenen aus Berlin erinnerten ihn an „bürgerkriegsähnliche Zustände“.

Doch auch in München kam es zu Ausschreitungen. An der Wittelsbacherbrücke versammelten sich nach Mitternacht rund 300 Personen, teils vermummt. Aus der Gruppe, die nach bisherigen Erkenntnissen dem linken Spektrum zuzuordnen war, wurden „mehrfach Silvesterböller und Glasflaschen gezielt auf die eingesetzten Polizeibeamten“ geworfen, hieß es an Neujahr. Fünf Beamte wurden verletzt, vier Personen festgenommen. Auch anderswo kam es zu Attacken auf Polizei und Feuerwehr.

Für Alexander Dobrindt zeigt dies eine „erschreckende Gewaltbereitschaft und Staatsablehnung. Darauf braucht es eine harte und schnelle Antwort des Rechtsstaats nach dem Prinzip: Täter identifizieren, ergreifen, sofort verurteilen und hart bestrafen“, sagte der Chef der CSU-Landesgruppe unserer Zeitung. „Auch diese Krawalle zeigen, es braucht mehr Videoüberwachung und die automatisierte Personenerkennung.“

Trotz der oft fröhlichen Feiern lag ein Schatten über der Silvesternacht. Mindestens fünf Männer starben durch Pyrotechnik. »WELTSPIEGEL/MÜNCHEN

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