Berlin – In Deutschland wurden 2024 deutlich weniger Asylgesuche gestellt als im Jahr davor. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit Verweis auf vorläufige Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit. Im vergangenen Jahr gab es demnach 213 499 Asylgesuche – 34 Prozent weniger als 2023 und 15 Prozent weniger als 2022. „Der Trend setzt sich fort“, schrieb Hebestreit bei X.
Zuletzt hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) angekündigt, die Kontrollen an allen deutschen Grenzen über März hinaus zu verlängern. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte in unserer Zeitung auch Zurückweisungen an den Grenzen gefordert. Deutschland bleibe Hauptziel illegaler Migration nach Europa, sagte er. Der Asyl-Rückgang dürfe nicht darüber hinwegtäuschen.