Rosenheim – Die Feuerwehren stehen vor einer bedeutenden Stärkung ihrer Infrastruktur. Daniel Artmann, Mitglied des Landtags und Berichterstatter der CSU-Landtagsfraktion für den Haushalt des Innenministeriums, informierte in einer Pressemitteilung über neue Fördermöglichkeiten und vereinfachte Auftragsvergaben. Innenminister Joachim Herrmann habe zu Jahresbeginn die Unterstützung erheblich verbessert. Generalsanierungen von Feuerwehrhäusern werden nun ebenso gefördert wie Neubauten.
Insbesondere ländliche Gemeinden profitieren davon, dass die Förderungen für die ersten beiden Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge um ein Drittel auf jeweils 160 000 Euro erhöht wurden. Bei gemeinschaftlichem Bau eines Feuerwehrhauses gibt es zusätzlich zehn Prozent Förderung. Standard-Fahrzeugtypen werden um 25 Prozent höher gefördert als bisher, und die erstmalige Errichtung von geschlechtergetrennten Sanitärräumen wird unterstützt, um den Belangen von Feuerwehrfrauen gerecht zu werden.
Artmann sieht in diesen Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung und Modernisierung der Sicherheits-Infrastruktur.
Eine organisatorische Maßnahme zur Vereinfachung und Kosteneffizienz beim Kauf von Feuerwehrfahrzeugen wurde von der CSU-Landtagsfraktion initiiert: Die Beschaffung gleichartiger Fahrzeuge soll über staatliche Kompetenzzentren gebündelt werden, was Einsparungen von bis zu 30 Prozent ermöglichen könne.
Parallel dazu äußerten sich die Grünen-Landtagsabgeordneten Claudia Köhler und Sanne Kurz über die Umsetzung der lange geforderten Bezuschussung. Obwohl ihr entsprechender Antrag zur Förderung von Bestandssanierungen im Juni noch abgelehnt worden sei, wurden die Richtlinien zum Jahreswechsel angepasst. Das sei erfreulich, so Köhler und Kurz.