Berlin – Europas Nato-Staaten haben ihre Waffenimporte in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt – und hängen stark von Käufen in den USA ab. Von dort stammten mehr als 60 Prozent der importierten Waffen, geht aus einem Bericht des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervor. Europa müsse die Abhängigkeit von den USA bei der Rüstung als Ansporn nehmen, „endlich selbstständiger und europäischer zu werden“, sagte Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die IG Metall ermahnte die künftige Bundesregierung, Rüstungsgüter nicht weitgehend bei US-Herstellern zu bestellen.