Berlin – Union und SPD wollen nach „Spiegel“-Informationen den Schutz von Frauen vor erneuter Gewalt mittels der elektronischen Fußfessel verbessern. Wie das Magazin unter Berufung auf den bisherigen Stand der Koalitionsverhandlungen berichtete, sollen Gerichte künftig anordnen können, dass verurteilte Täter ein solches Überwachungsgerät tragen müssen. Unterschreiten sie dann einen zuvor festgelegten Mindestabstand zu ihrem früheren Opfer, sollen die Betroffenen per Tracker gewarnt werden. Dem Bericht zufolge einigten sich Union und SPD auf das sogenannte spanische Modell. In dem Land kommen die GPS-gestützten Geräte seit 2009 zum Einsatz. Wird der vom Gericht festgelegte Mindestabstand unterschritten, löst das System Alarm bei der Polizei und den betroffenen Frauen aus.