Washington/München – Nach dem Streit um ein Steuergesetz ist ein offener Machtkampf zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Ex-Berater, dem Multimilliardär Elon Musk, ausgebrochen. Musk stellte sich hinter Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren. Trump drohte damit, Musks Firmen Regierungsaufträge in Milliardenhöhe zu entziehen. Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen dem – wohl – mächtigsten und dem reichsten Mann der Welt sorgte vorübergehend für Einbrüche bei Tech- und Bitcoin-Werten an der US-Börse.
Zudem verlor Musks Unternehmen Tesla zwischenzeitlich 14 Prozent an Wert, eine dreistellige Milliardensumme. Den Unternehmer persönlich dürfte das nach Schätzungen 34 Milliarden Euro gekostet haben. Auslöser für das Zerwürfnis war ein Streit über das vom US-Präsidenten vorangetriebene Steuer- und Haushaltsgesetz. Musk fordert stärkere Ausgabenkürzungen und warnt vor einem ausufernden Haushaltsdefizit. Trump legte hingegen nahe, dass der Tesla-Unternehmer gegen das Gesetz nur Stimmung mache, weil damit Subventionen für Elektroautos gekürzt würden.
Betroffen ist von dem Zerwürfnis auch die Raumfahrtbranche. Hier gibt es hohe Abhängigkeiten von Musks Raketenfirma SpaceX, auf deren Flüge für Astronauten und auch militärische Raketenstarts die USA angewiesen sind. SpaceX profitiert sehr von staatlichen Aufträgen.
Zum politischen Streit kommen bizarre Andeutungen Musks, es gebe eine direkte Verbindung Trumps zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. »KOMMENTAR/POLITIK