Bonn – Der Bundesrechnungshof warnt vor einer Finanzlücke von 12,3 Milliarden Euro in der Sozialen Pflegeversicherung bis zum Jahr 2029. Das geht nach Informationen der „Bild am Sonntag“ aus einem Bericht des Rechnungshofs hervor, den er vor den heute beginnenden Etatberatungen im Bundestag an den Haushaltsausschuss des Parlaments verschickt habe. Bereits für 2026 ist demnach mit einem Defizit der Pflegeversicherung von 3,5 Milliarden Euro zu rechnen.
Die Rechnungsprüfer stützen sich auf Prognosen des Bundesgesundheitsministeriums. Gründe für die Finanzlücke seien der „unerwartet starke“ Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen sowie die Deckelung des Eigenanteils bei Pflegeleistungen im Heim. 2024 waren 5,6 Millionen Mitglieder der Versicherung pflegebedürftig. »WIRTSCHAFT