Washington – Die US-Regierung hat ihre Zollpause um drei Wochen verlängert. Neuer Stichtag für die Einführung sei der 1. August, bestätigte US-Präsident Donald Trump. Bis dahin sollen die Handelspartner nun Zeit bekommen, Abkommen mit den USA zu schließen. Ursprünglich sollte die Frist schon morgen ablaufen. Betroffen ist auch die EU.
Importaufschläge für die EU sollten bis dahin zunächst vom Tisch sein, allerdings sind noch viele Details offen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte bereits am Sonntag mit Trump zu den Zöllen telefoniert. Die Verhandlungen mit den USA liefen derweil „auf verschiedenen Ebenen“ weiter, hieß es. Brüssel strebt an, bis morgen mindestens eine grundsätzliche Einigung zu erzielen. Man sei am „Anfang der Schlussphase“, hieß es am Montag.
Zugleich erklärte Trump, er wolle verschiedene Länder über die Höhe der neuen Zölle informieren – sie sollen zwischen zehn und 70 Prozent liegen. Der Präsident kündigte an, zwölf bis 15 Briefe an die betroffenen Regierungen zu versenden. Gestartet hatte Trump am Montag mit der Ankündigung von 25-prozentigen Zöllen auf alle Produkte aus Japan und Südkorea.
Zudem drohte Trump nach Kritik der Brics-Staaten an seiner Handelspolitik mit zusätzlichen Aufschlägen für alle Länder, die sich dem Bündnis annähern. Zu den Brics-Staaten zählen China, Russland und Brasilien.
Trump hatte bereits Anfang April hohe Zollaufschläge gegen zahlreiche Staaten verhängt und auch diese kurz darauf für 90 Tage auf zehn Prozent reduziert. Derzeit wird auf EU-Importe in die USA ein Zoll von zehn Prozent fällig. Erhöhte Sätze gelten für Autos (25 Prozent) sowie Stahl- und Aluminiumprodukte (50 Prozent). »WIRTSCHAFT