Berlin – Gute Nachrichten für Fahrgäste der Deutschen Bahn: Der bundeseigene Konzern verzichtet im Dezember auf die zuletzt übliche Erhöhung der Ticketpreise im Fernverkehr. Erstmals seit Jahren sollen weder die Kosten für Spar- und Flexpreise noch für Bahncards steigen, teilte das Unternehmen mit.
Die Nachricht kommt überraschend: Angesichts zahlreicher Probleme bei der Bahn gab es in der Branche die große Befürchtung, dass die Tickets zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember deutlich teurer werden könnten. Vor allem die Entwicklung bei der sogenannten Schienenmaut befeuerte diese Sorgen.
„Wir wollen mit stabilen Preisen ein klares Zeichen setzen“, sagte ein Bahn-Sprecher. „Denn gerade in diesem Jahr sind sehr viele Züge ausgebremst worden durch den schlechten Zustand des Schienennetzes, und viele Fahrgäste mussten längere Wege in Kauf nehmen, weil es kurzfristige Baustellen gab.“ Auch die Preise für Sitzplatzreservierungen oder die Stornierung von Tickets bleiben nach Bahnangaben unverändert.
In den vergangenen Jahren hatte die Deutsche Bahn Preiserhöhungen vor allem mit den steigenden Gehalts- und Energiekosten begründet. Zuletzt waren vor einem Jahr etwa die sogenannten Flexpreise im Durchschnitt um 5,9 Prozent gestiegen. Im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV werden die Preise zum 1. Januar 2026 um durchschnittlich 3,9 Prozent angehoben, wie im September bekannt wurde. »KOMMENTAR