München – Ist das Formtief überwunden? Der Flughafen München hat eine in der Luftfahrtbranche begehrte Auszeichnung gewonnen: Die Muttergesellschaft des US-Fachmagazins „Aviation Week“ hat den zweitgrößten deutschen Flughafen bei einer Gala in Lissabon als „Airport of the Year“ geehrt. Flughafenchef Jost Lammers sprach von einer „großartigen Anerkennung für das Engagement unseres gesamten Teams“.
Der Münchner Flughafen hatte in den vergangenen Jahren mehrfach mit Problemen und Schlagzeilen zu kämpfen: Im Sommer 2023 gingen viele Koffer verloren, im Oktober 2024 lahmte die Passagierabfertigung. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) griff dann persönlich ein. Zustände mit kilometerlangen Warteschlangen und einstündiger Wartezeit auf den Koffer dürfe es nicht geben, das sei nicht „bayern-like“. Söder und Aufsichtsratschef Albert Füracker änderten die Leitungsstruktur, setzten einen eigenen Pünktlichkeits-Manager ein und überwachten den Ausbau der Sicherheitsschleusen im Terminal 2.
In diesem Jahr läuft der Betrieb wieder regulär. Die Auszeichnung ist nun ein Zeichen, dass die Fachwelt das honoriert. „Wir sind besser geworden, klar“, sagte Füracker unserer Zeitung. „Management und Mitarbeiter haben das gut gemacht.“ Er höre nun überall die Rückmeldung, „dass wir auf einem sehr positiven Weg sind“, sagte der Aufsichtsratschef.
Das „Aviation Week Network“ mit Sitz in New York ist ein in der Luftfahrt international bekanntes Medienunternehmen, die Preise werden in mehreren Kategorien jährlich vergeben. Zur „Fluglinie des Jahres“ wurde heuer die japanische All Nippon Airways (ANA) gekürt.CD/DPA