Berlin – Das Bundeskriminalamt (BKA) hat seit Jahresbeginn mehr als 1000 verdächtige Drohnenflüge registriert. Das sagte BKA-Chef Holger Münch der „Bild“-Zeitung vom Montag unter Hinweis auf ein erstmals erstelltes internes Bundeslagebild zur Gefährdung durch das „Tatmittel Drohnen“. Am meisten von Überflügen betroffen seien „militärische Einrichtungen, Flughäfen, aber auch andere kritische Infrastrukturen – etwa Rüstungsunternehmen oder Hafenanlagen“, sagte Münch weiter.
Der BKA-Chef sprach von einer „ausgeprägten Gefahrenlage“. Das Lagebild zur Drohnengefährdung werde seit Anfang des Jahres geführt, darin würden „alle Daten von Verdachtsfällen“ einbezogen. Auch Erkenntnisse der Bundeswehr flössen darin ein. Auf die Frage, ob die Drohnen immer von russischen Akteuren gesteuert würden, sagte Münch: „Das wissen wir nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.“ Dies liege auch an der Schwierigkeit, der Drohnenpiloten habhaft zu werden und sie befragen zu können.