Eine Million offene Fälle

von Redaktion

Berlin – Wegen akuter Personalnot haben die unerledigten Justizfälle laut dem Deutschen Richterbund einen Höchststand erreicht. „In den Staatsanwaltschaften stapeln sich inzwischen eine Million unerledigte Fälle, so viele wie noch nie“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Verbands, Sven Rebehn. „Immer öfter müssen Ermittlungen vorzeitig eingestellt werden, weil das Personal für eine lückenlose Strafverfolgung fehlt.“ Die Fallzahlen der Staatsanwaltschaften seien auf einen Rekordstand von 5,5 Millionen Fällen pro Jahr gestiegen. Zugleich aber sinkt die Zahl der Anklagen: Nur noch jedes 16. Strafverfahren endet mit einer Anklage. Rebehn forderte „mehr Personal für die chronisch unterbesetzte Strafjustiz“.

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