Alkohol: Streeck warnt vor der unterschätzten Gefahr

von Redaktion

Hamburg – Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) warnt davor, sinkende Zahlen von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen als Entwarnung zu verstehen. Zwar wurden 2024 so wenige junge Menschen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt wie seit 25 Jahren nicht mehr. Aber: „Alkohol gehört für viele junge Menschen noch immer zum Alltag und oft auch zum Gruppendruck – mit Risiken, die unterschätzt werden und langfristige Folgen haben können“, erklärte Streeck am Freitag. Gemeinsam mit der Krankenkasse DAK-Gesundheit wirbt er daher für die Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“.

Für die Kampagne suchen Schirmherr Streeck und die Krankenkasse mittels eines Jugendwettbewerbs Plakate und andere kreative Beiträge gegen Alkoholmissbrauch. Auslöser für den Start der Kampagne im Jahr 2010 waren damals die hohen Zahlen von mehr als 25 000 Krankenhausbehandlungen. Im Jahr 2012 stiegen die Fälle noch auf 26 673. Seither aber sind die Zahlen bis 2024 in allen Altersgruppen junger Menschen auf rund 8700 Fälle gesunken. Streeck erklärte, Alkoholkonsum unter Jugendlichen sei dennoch kein Randphänomen. Zur Vorbeugung sei es wichtig, Aufklärung nicht von oben herab zu betreiben.KNA

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