München – Das harsche Winterwetter macht den Menschen in Europa teilweise stark zu schaffen. In Bayern halten die zweistelligen Minusgrade bis einschließlich Mittwoch an. Auch Schnee wird wieder erwartet: ein bis drei Zentimeter Neuschnee sollen in der Nacht zum Donnerstag fallen, im Bergland sogar bis zu 5 Zentimeter. Nach kurzem Wärme-Einbruch werde es stürmisch und regnerisch, zum Wochenende kehrt der Frost zurück, heißt es vom Deutschen Wetterdienst.
Zahlreiche Seen und Weiher sind derzeit zugefroren, Tausende genossen das Winterwetter am Feiertag warm eingepackt mit Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen. Auf Straßen und Schienen im Freistaat blieb es am Dreikönigstag weitgehend ruhig.
In den Niederlanden war dagegen der Zugverkehr durch das Wetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Am Amsterdamer Großflughafen Schiphol wurden 350 Flüge annulliert. Auch in Frankreich kam es zu größeren Verkehrsproblemen. Im Norden Schwedens fielen die Temperaturen auf bis zu minus 40 Grad. In Dänemark forderte der Rettungsdienst Falck die Menschen in Nordjütland in Erwartung eines Schneesturms auf, am Mittwoch zu Hause zu bleiben. Wer sich doch herauswagt, sollte eine Schaufel dabeihaben, um das Auto frei graben zu können.
In vielen Teilen Großbritanniens gelten Schnee- und Eiswarnungen, der Wetterdienst warnt vor heftigen Schneefällen für diese Woche, vor allem im Süden des Vereinigten Königreichs. In Schottland blieben hunderte Schulen geschlossen, in Glasgow fuhren die U-Bahnen teilweise nicht, weil die Stromschienen vereist waren.
Sogar in Spanien, das im Sommer mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, bibbern die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden in ihren oft nicht gut wärmeisolierten Wohnungen. In Madrid und in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren.
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