Berlin – Die Zahl der durch Lebensmittel ausgelösten Krankheitsausbrüche in Deutschland ist im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 271 solcher Ausbrüche mit mindestens 2400 Erkrankten gemeldet, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin mitteilte. Das waren mehr als in den vier Jahren zuvor mit durchschnittlich rund 191 Krankheitsausbrüchen und 1515 Erkrankungen.
In 451 Fällen mussten die Erkrankten in Krankenhäusern behandelt werden, acht Menschen starben. Von einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch sprechen die Behörden, wenn zwei oder mehr Menschen am selben Lebensmittel erkranken.
Die häufigsten Verursacher waren wie in den Vorjahren Salmonellen und Campylobacterbakterien. Salmonellen werden vor allem durch unzureichend erhitzte Eier oder eihaltige Speisen sowie durch rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch übertragen. Die Folgen können Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Fieber oder Erbrechen sein. Hauptquelle für Campylobacterinfektionen ist unzureichend erhitztes Geflügel, aber auch Rohmilch. Am häufigsten wurden Lebensmittelinfektionen durch Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Gemüse und Gemüseerzeugnisse verursacht.