Die Jungen setzen voll auf Aktien

von Redaktion

14,1 Millionen Aktionäre in Deutschland – Davon 4,9 Millionen unter 40 Jahren

Frankfurt – Immer mehr junge Leute und Frauen setzen auf Aktien: Über 14 Millionen Deutsche waren 2025 in Aktien, Fonds und ETFs investiert – ein neuer Rekord. Wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) weiter berichtete, trieb die Gruppe der 14- bis 39-Jährigen das Wachstum an. Mit 4,9 Millionen Anlegern war sie mit Abstand die größte Gruppe. Und es traute sich 2025 ein Viertel mehr Frauen an die Börse als 2024 – über fünf Millionen sind es inzwischen. Die meisten Aktionäre gab es in Bayern: Jeder Vierte der über 14-Jährigen war hier Gesellschafter einer börsennotierten Firma.

„Es wächst eine neue Generation an Aktienanlegerinnen und -anlegern heran, die mit dem Thema auch ganz natürlich umgeht“, erklärte Birgit Homburger, Leiterin des Hauptstadtbüros des DAI. Die Mehrheit der Anleger ist demnach langfristig orientiert und setzt auf breit gestreute Anlagen: Nur zwei Millionen kaufen Einzelaktien, die meisten verteilen das Risiko über Fonds und ETFs.

Das Institut hob hervor, dass sich mit einem Sparplan auf den Deutschen Aktienindex in den vergangenen 20 Jahren – trotz aller Krisen – ein Ertrag von fast neun Prozent pro Jahr erwirtschaften ließ.

Im Gegensatz zu anderen Ländern können die Deutschen heute noch nicht mit einer Förderung rechnen, wenn sie in Aktien investieren. Ab Anfang 2027 aber sollen begünstigte Vorsorge-Angebote auf Aktienbasis die für viele eher unrentablen Riester-Verträge ergänzen. „Die gewachsene Offenheit für Aktienanlagen ist eine Steilvorlage für die Bundesregierung, den Kapitalmarkt zur Altersvorsorge stärker zu nutzen“, mahnt das DAI.MAS»KOMMENTAR/GELD & MARKT

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