Berlin – Das ganze Wochenende wurde über seine Äußerungen diskutiert – aber der Bundeskanzler bleibt dabei: Friedrich Merz hat seine Kritik am hohen Krankenstand in Deutschland bekräftigt. Bei den durchschnittlich 14,5 Krankentagen seien die kurzfristigen Krankmeldungen von ein oder zwei Tagen noch gar nicht dabei, sagte er nach einer Sitzung des CDU-Vorstandes. „Wenn die einbezogen würden, dann läge die Zahl noch deutlich höher. Und damit ist der Krankenstand im Durchschnitt in den Unternehmen in Deutschland zu hoch.“
Das gelte auch für den öffentlichen Dienst, betonte der CDU-Chef. Man suche gerade nach den Gründen für die Entwicklung und nach Lösungen. „Eine der Ursachen ist sicherlich auch die leichte Krankschreibung durch telefonische Krankschreibungen.“ Auch Ärzte sagten, sie könnten gar nicht beurteilen, ob jemand arbeitsunfähig sei, wenn sie den Patienten nicht gesehen hätten. Er habe für seine Äußerungen sehr viel Zustimmung bekommen.
Merz hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung erklärt, dass die Beschäftigten im Schnitt auf 14,5 Krankentage kämen. „Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten. Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?“