Berlin – Wer ein Elektroauto kauft oder least, kann auf bis zu 6000 Euro staatliche Förderung setzen. Für ihn als Umweltminister sei die Elektromobilität ein Hoffnungsträger, sagte der SPD-Politiker Carsten Schneider. „Sie ermöglicht uns, ohne Benzin und Diesel mobil zu sein, also das Klima zu schützen und unabhängiger zu sein von den Machtspielen der Ölstaaten und von schwankenden Spritpreisen.“ Die neue Kaufprämie werde der deutschen und europäischen Autobranche Schub verleihen, sagte er voraus. „Das sind jetzt richtig geile Autos, die von deutschen Herstellern auf dem Markt sind.“
2025 seien ungefähr 80 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion gewesen, sagte Schneider. „In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen.“ Dass es erneut zu einem abrupten Förderstopp kommt, wie Ende 2023 unter der damaligen Ampel-Regierung, fürchtet der Minister nicht. „Die Mittel sind auskömmlich.“
Während sich die Branche freut und sofort mit der Prämie warb, gibt es auch Kritik: „Ich glaube, das Ganze ist nicht notwendig“, sagte der Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer. „Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld.“ E-Autos seien mittlerweile kaum mehr teurer als Autos mit Verbrenner. Es bestehe die Gefahr, dass die Hersteller die Prämie einfach auf den Kaufpreis aufschlagen werden. »WIRTSCHAFT