Massiver MVG-Streik droht

von Redaktion

Verdi-Warnung im Tarifstreit – München und andere Städte betroffen

München – Fahrgäste von Bussen, Straßen- und U-Bahnen in Bayern müssen in den kommenden Wochen mit Warnstreiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi teilte nach einer ersten Verhandlungsrunde mit, man sehe im Streit um mehr Geld für die Mitarbeiter bayerischer Nahverkehrsunternehmen „keine andere Möglichkeit, die Arbeitgeber in Bewegung zu bringen“. Bis zur nächsten Runde am 13. Februar drohten „massive Warnstreiks“ im Freistaat.

Wann die Warnstreiks beginnen könnten, ist unklar. Man werde sich nun beraten, sagte der Vize-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk. „Sobald wir einen Termin haben, geben wir ihn bekannt.“ Bestreikt würden die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG sowie die Betreiber in Augsburg, Nürnberg und anderen bayerischen Städten.

Die Verdi-Forderungsliste ist lang: Unter anderem enthält sie eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat, den Wechsel von einer 38,5-Stunden-Woche auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich und 30 statt 25 Prozent Sonntagszuschlag. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern nannte das realitätsfern: „Sie übersteigen das von jedem Unternehmen wirtschaftlich Leistbare bei Weitem“. Man habe stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 5,0 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen. Zudem sollten Ausbildungsgehälter in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen – jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027. Nicht direkt betroffen von den Warnstreiks wären S-Bahnen und Regionalbahnen. Dort gelten eigene Tarifverträge.

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