Berlin – Tausende abgelehnte Asylbewerber haben in den vergangenen 18 Monaten ihren gemeldeten Aufenthaltsort verlassen – mit unklarem Verbleib. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Laut dem Ausländerzentralregister seien zum Jahreswechsel 40952 Betroffene mit dem Meldestatus „Fortzug nach unbekannt“ gespeichert gewesen. Lediglich 26555 abgelehnte Asylbewerber seien im selben Zeitraum – also seit Juli 2024 – mit dem Status „Fortzug ins Ausland“ erfasst worden. Hierunter fallen freiwillige Ausreisen, die von den deutschen Behörden dokumentiert wurden.
Deutschland treibt derweil mit einigen Partnerländern in der EU die Planungen für so genannte Rückführzentren in Drittstaaten voran. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums nahm eine Arbeitsgruppe ihre Beratungen über ein Konzept auf, das konkret aufzeigen solle, „wie innovative Drittstaatenmodelle entwickelt und umgesetzt werden können“. Im Zentrum der Planungen steht das Bemühen, abgelehnte Asylbewerber außerhalb der EU unterzubringen, falls sie nicht in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden können. Beteiligt sind neben Deutschland auch die Niederlande, aber auch Dänemark, Österreich und Griechenland.