München – Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, sollte sich für Montag nach Alternativen umsehen. Die Gewerkschaft Verdi hat in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. In Bayern sind davon die Kommunen betroffen, für die der Tarifvertrag Nahverkehr gilt. Besonders in Städten wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut, Schweinfurt und Bayreuth ist mit teils erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
In München erwartet die MVG bei den Bussen einen stark eingeschränkten Betrieb. Die privaten Busunternehmen werden nicht bestreikt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann. Der Linienverkehr der U-Bahn bleibt aus Sicherheitsgründen zunächst eingestellt. Ob später zumindest eine Linie verkehren kann, hängt davon ab, ob ausreichend Personal den Dienst antritt. Eine ähnliche Lage zeichnet sich bei der Tram ab. Einsatzbereite Fahrzeuge sollen zunächst auf der stark nachgefragten Linie 20 eingesetzt werden. Fahrgästen empfiehlt die MVG, am Montag nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel wie die S-Bahn auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder im Homeoffice zu arbeiten.
Auslöser der Warnstreiks ist der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern der Länder. Die Forderungen sind umfangreich: Unter anderem verlangt Verdi eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro monatlich sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. »MÜNCHEN