Rosenheim – Beschädigte Hinweisschilder in den Arbeitsgebieten Hochries und Brünnstein der DAV-Sektion Rosenheim haben nach Angaben der Sektion gravierende Folgen für Wildtiere und Bergwald.
Ein aktueller Fall am Karkopf an der Hochries zeigt dies deutlich: Dort wurde wiederholt ein Schild zerstört, das auf ein Wald-Wild-Schongebiet hinweist. Ohne klar erkennbare Hinweise wüssten viele Menschen nicht, dass sie sich in einem sensiblen Lebensraum bewegen. Die Wald-Wild-Schongebiete sind nach Angaben der Sektion vom Donnerstag, 15. Dezember, bis Montag, 30. April, tabu. In dieser Zeit bräuchten die Tiere Rückzug und Ruhe ganz besonders. Die Schilder seien weit mehr als nur Blech und Farbe, sie schützten Leben, indem sie Wildtieren einen dringend benötigten Rückzugsort und Ruhe gäben, die sie zum Überleben brauchen.
Besonders betroffen ist laut Mitteilung das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn. Auch Gämsen leiden unter der anhaltenden Unruhe durch den Menschen. Werden sie immer wieder aufgescheucht, verbrauchen sie unnötig Kraft. Die Folgen betreffen nicht nur die Tiere selbst, sondern auch den Bergwald, der durch verstärkten Verbiss nachhaltig geschädigt wird. Ein gestörter Wald bedeutet langfristig auch weniger Schutz für Menschen, etwa vor Naturgefahren.
Wer die Arbeit der DAV-Sektion Rosenheim unterstützen oder mehr über den Naturschutz im Alpenverein erfahren möchte, kann sich per E-Mail an naturschutzreferent@dav-rosenheim.de wenden.