Berlin – Der Vorstoß eines CDU-nahen Wirtschaftsrats, Zahnbehandlungen nur noch privat zu versichern, sorgt für entschiedene Proteste. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) lehnt es ab, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen. „Das schließe ich aus, denn es wäre eine Abkehr des Kerngedankens unseres Solidarsystems und widerspricht dem Ziel, Prävention zu stärken“, sagte sie.
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) äußerte ebenfalls Unverständnis. „Ich glaube nicht, dass wir in unserem Land wollen, dass man vom Zustand der Zähne ablesen kann, wie der Geldbeutel ausgestattet ist“, sagte der Finanzminister. Auf solche Vorstöße könne er nur mit Kopfschütteln reagieren.
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