Elon Musk
Paris – Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büros des Unternehmens und wollen Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für 20. April in Paris zu einer „freiwilligen Anhörung“ geladen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ärger dräut der Plattform auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen der KI-Pornobilder anstieß.
Die Untersuchungen gehen ursprünglich auf Beschwerden über den X-Algorithmus im Januar 2025 zurück, der rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit beschere. Dieser Punkt ist hoch politisch, weil er auch in die neue US-Sicherheitsstrategie passt. Darin heißt es, die USA wollten den „Widerstand gegen den aktuellen Kurs Europas innerhalb der europäischen Nationen kultivieren“. Der wachsende Einfluss „patriotischer europäischer Parteien“ gebe „Anlass zu großem Optimismus“, so das Dokument.
Inzwischen wurden die Untersuchungen auf weitere Vorwürfe ausgeweitet, etwa die Verbreitung von Holocaust-Leugnung und sexuellen Deepfake-Inhalten. Seit Einführung einer neuen Funktion erstellten Nutzer tausende KI-generierte Bilder, auch von Kindern. X schränkte die Funktion daraufhin ein.
Das harte Vorgehen könnte zu neuen Spannungen zwischen der US-Regierung und Europa führen. Mehrfach hat Präsident Donald Trump gedroht, europäisches Vorgehen gegen die US-Tech-Riesen zu bestrafen. »WIRTSCHAFT