Krisen kosten fast eine Billion Euro

von Redaktion

Riesenschaden durch Corona, Krieg und Zölle – 20 000 Euro pro Arbeitsplatz

Berlin – Die Krisen der vergangenen Jahre haben Deutschland einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast eine Billion Euro gekostet – also knapp tausend Milliarden Euro. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) berechnete für die am Samstag vorgelegte Untersuchung den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und die „konfrontative Politik“ der USA unter Präsident Donald Trump.

Der Wertschöpfungsverlust pro Erwerbstätigem liege bei mehr als 20 000 Euro, heißt es in der Studie des IW-Konjunkturexperten Michael Grömling. „Die laufende Dekade ist bislang von außergewöhnlichen Schocks und gewaltigen ökonomischen Anpassungslasten geprägt, die mittlerweile das Belastungsniveau früherer Krisen deutlich übertreffen“, schreibt das IW. Die Folge für Deutschland sei Stagnation: Die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes habe seit 2019 kaum zugenommen.

In den sechs Krisenjahren habe sich preisbereinigt ein Ausfall an Wirtschaftsleistung von 940 Milliarden Euro ergeben, schreibt das IW. Vor allem wegen der Corona-Pandemie habe sich im Jahr 2020 ein Ausfall von 185 Milliarden Euro ergeben, im Jahr 2021 waren es demnach noch rund 100 Milliarden. Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass sich ohne diese Krisen das Wirtschaftsleben mit dem Durchschnittstempo der letzten drei Jahrzehnte weiterentwickelt hätte.AFP

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