MVG-Streik: München droht Chaos

von Redaktion

Morgen Notprogramm: Pendel-U-Bahn zum Stadion soll Bayern-Spiel retten

München – Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will zum Pokal-Viertelfinalspiel des FC Bayern am morgigen Mittwoch Reserven mobilisieren. Trotz des von der Gewerkschaft Verdi angekündigten ganztägigen Warnstreiks fahren Pendel-U-Bahnen zwischen Marienplatz und Fröttmaning. Zwischen 17.30 Uhr und Betriebsschluss fahren diese Züge.

Der Rest des U-Bahn-Netzes wird allerdings den ganzen Tag außer Betrieb bleiben – ein vollständiger Betrieb einzelner Linien sei mit der begrenzten Anzahl an Mitarbeitern im Fahrdienst, in der Leitstelle und im Aufsichtsdienst nicht möglich, teilte die MVG gestern Abend mit. Etwa die Hälfte der Busse werde am Mittwoch unterwegs sein, bei der Tram hänge es davon ab, wie viele Fahrer sich zum Dienst melden.

Eine Alternative für die Anreise zum Spiel des FC Bayern, das um 20.45 Uhr angepfiffen wird, sind Busse, die von der Donnersbergerbrücke zum Kieferngarten fahren. Außerdem bietet der Club vom Parkplatz des FC Bayern Campus einen zusätzlichen Bus-Shuttle zur Arena an.

Besonders herausfordernd dürfte für viele Fans die Rückfahrt werden. Wegen Bauarbeiten zur Zweiten Stammstrecke ist die S-Bahn ab 22.30 Uhr nur stark eingeschränkt in Betrieb.

Wenig begeistert vom Streik sind die Händler in Münchens Innenstadt. Deren Sprecher, CityPartner-Chef Wolfgang Fischer, wettert ob der schwierigen Situation: „Bei den Geschäften und in der Gastronomie herrscht völliges Unverständnis. Der Innenstadt gehen viele Touristen verloren, die sich hier vor dem Spiel aufgehalten hätten. Eine Katastrophe nicht nur für die Inhaber, sondern auch deren Angestellte!“ »MÜNCHEN

Artikel 1 von 11