Berlin – Anlässlich des „Safer Internet Day“ ist die Debatte um eine Altersgrenze für Soziale Medien zum Schutz junger Menschen neu entbrannt. Führende SPD-Politiker und Verbraucherschützer forderten, die Plattformbetreiber stärker in die Pflicht zu nehmen, um Heranwachsende vor den Gefahren des Internets zu schützen. Gegen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige gibt es dagegen parteiübergreifende Bedenken.
Soziale Medien seien für Kinder und Jugendliche heute ein „selbstverständlicher Teil von Kommunikation, Lernen und Teilhabe“, erklärte SPD-Vize Alexander Schweitzer. Regeln, die unsere Gesellschaft schützen, müssten „auch dort eingehalten werden“, betonte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident. Juso-Chef Philipp Türmer sieht ebenfalls die Plattform-Betreiber in der Verantwortung, wenn es um Online-Gefahren für junge Menschen geht. Risiken und mögliche Schäden würden von den Betreibern in Kauf genommen, „weil Aufmerksamkeit Profit bringt“, sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation dem RND.
Der CDU-Digitalpolitiker Philipp Amthor sieht Sperren ebenfalls kritisch. Soziale Netzwerke würden zwar Risiken für Kinder und Jugendliche bergen, aber „sie bilden auch eine Chance für demokratischen Austausch“.