Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die elektronische Patientenakte (ePA) attraktiver machen und so deren Nutzung fördern. Bis 2030 sollen 20 Millionen Menschen die Akte nutzen. Aktuell seien es vier Millionen. Bislang mache die Akte besonders Sinn „für Patientinnen und Patienten mit einer Krankheitsgeschichte“. Dies soll sich ändern. Warken betonte: „Wir wollen die aktive Nutzung der ePA für alle haben. Wir wollen sie für alle Versicherten attraktiv machen.“
Die elektronische Patientenakte soll dabei der Ministerin zufolge zum „zentralen Dreh- und Angelpunkt“ des geplanten Primärarztsystems werden. Sie soll dazu mit weiteren Anwendungen wie einer digitalen Ersteinschätzung, einer digitalen Terminvermittlung und der elektronischen Überweisung verbunden werden.
Die ePA war im April 2025 bundesweit eingeführt worden. In der Akte kann die gesamte Kranken- und Behandlungsgeschichte von Patienten elektronisch gespeichert werden. Diese können der Einrichtung ihrer elektronischen Akte aber widersprechen.
Die Ministerin stellte am Mittwoch die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege vor. Digitale Innovationen sollen demnach noch stärker in den Versorgungsalltag integriert werden.