München – Münchner und Pendler müssen innerhalb weniger Tage einmal mehr Nerven beweisen: Erst am Mittwoch legte ein Streik den Nahverkehr lahm. Gestern führte der Lufthansa-Streik zu 300 ausgefallenen Flügen in München. Zum Wochenende kommen nun 40 hohe Staats- und Regierungschefs zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz: Ihre Anreise stellt Stadt und Umland einmal mehr vor eine Geduldsprobe. Die Polizei hat angekündigt, dass sie heuer auch die Autobahnen 92 und 99 temporär für Wagenkolonnen sperren muss. Die Blockade kann sich bis zu einer Stunde hinziehen. Zum Start der Faschingsferien könnte das für zusätzliche Staus und Behinderungen sorgen.
Wann und wo die Lotsenfahrten stattfinden, gibt das Präsidium aus Sicherheitsgründen nicht preis. Einsatzleiter und Vizepräsident Christian Huber hat aber schon „zahlreiche Verkehrseinschränkungen und auch kurzzeitige Sperrungen“ für das gesamte Stadtgebiet angekündigt. „Lassen Sie Ihr Auto am besten zu Hause“, lautet sein Rat für das ganze Siko-Wochenende. Für alle Urlauber, die am Freitag auf der A99 oder A92 fahren wollen, lässt sich sagen: Am besten in aller Früh oder am späten Nachmittag starten. Oder den Bereich rund um München gleich weiträumig meiden.
Grundsätzlich gilt, dass ab dem Freitag das Areal um den Promenadeplatz, wo die Sicherheitkonferenz im Bayerischen Hof stattfindet, zur Hochsicherheitszone wird. Mehr als 20 Demonstrationen wurden bereits angemeldet, tausende Menschen kommen dazu in die Innenstadt. Am Samstag werden zur Großdemo gegen das Mullah-Regime im Iran 100 000 Protestanten auf der Theresienwiese erwartet. NAH