Innsbruck – Der Prozess zur Tragödie am Großglockner hat gestern mit emotionalen Worten begonnen. Ein 38-Jähriger ist wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt. Seine 33-jährige Freundin war im Januar 2025 knapp unter dem Gipfel erschöpft im Schneesturm erfroren. Dem Mann wird vorgeworfen, sie schutzlos zurückgelassen zu haben. „Es tut mir unendlich leid, was passiert ist“, sagte er vor Gericht. Die junge Frau habe ihn aber mit den Worten „Geh jetzt, geh!“ aufgefordert, sie zurückzulassen und Hilfe zu holen. Der Staatsanwalt wirft ihm neben mehreren schweren Fehlern vor, die mangelnde Berg-Erfahrung der jungen Frau nicht berücksichtigt zu haben. Das Urteil sollte noch gestern Abend fallen. Dem 38-Jährigen drohen bis zu drei Jahre Haft. »BAYERN