München – Der Zorn über knappen Wohnraum und hohe Mieten in München und Oberbayern ist stark gewachsen. Über kein Thema ärgern sich die Wähler mehr als hierüber, ergab der aktuelle Bayerntrend, den BR24 erhoben hat und regional mit unserer Zeitungsgruppe vorlegt. 73 Prozent sind unzufrieden mit bezahlbarem Wohnraum und Mieten.
Der Wert fällt krass auf in der Daten-Auswertung, denn im Grunde sind die Bürger in Bayern überdurchschnittlich zufrieden mit den Lebensbedingungen insgesamt – in allen Regierungsbezirken. 85 Prozent der Bayern sagen das von sich. Zum Vergleich: In Hessen und in Nordrhein-Westfalen sagten das bei vergleichbaren Erhebungen in den letzten sechs Monaten nur je 77 Prozent.
In Oberbayern gibt es hohe Zufriedenheit mit der Sicherheitslage im jeweiligen Ort (79 Prozent), dem Miteinander der Bürger (69), trotz Krise noch der wirtschaftlichen Situation (61) und dem Straßenzustand (53). Eine knappe Mehrheit (52) ist sogar zufrieden mit der Integration von Ausländern und dem öffentlichen Nahverkehr (52). Gut die Hälfte der befragten Oberbayern, München stets eingerechnet, bemerkt allerdings „spürbare finanzielle Engpässe in der Kommune“.
Die Umfrage wurde in den letzten vier Wochen mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März erhoben. Auffällig ist bei vielen Daten: Die Zahl derer, die keiner Partei in ihrem Heimatort Lösungskompetenz zutrauen, steigt; derzeit auf bayernweit 26 Prozent. Der lokalen CSU trauen das 25 Prozent zu, den Freien Wählern 10, es folgen AfD (9), SPD (9), Grüne (5), Linke (3) FDP (1) sowie andere Parteien und lokale Listen oder Bürgerbündnisse (12).CD»POLITIK