Warken zeigt sich offen für Debatte über Zuckersteuer

von Redaktion

Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Einführung einer Zuckersteuer nicht ausschließen. Sie sei generell „sehr offen“ für Vorschläge, die darauf abzielen, „dass die Menschen sich besser ernähren, gesünder sind und dass wir auch Lebensmittel haben im Land, die entsprechend in ihrer Zusammensetzung ausgestaltet sind“, sagte Warken. Es müsse nun geprüft werden, ob eine Zuckersteuer „ein geeignetes Steuerungsinstrument“ wäre.

Die Ministerin wies darauf hin, dass es in ihrer Partei, der CDU, „unterschiedliche Haltungen“ zur Zuckersteuer gebe. Beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart war ein Vorstoß der schleswig-holsteinischen CDU zur Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke gescheitert. Gegner der vorgeschlagenen Einführung einer Verbrauchssteuer auf Getränke mit hohem Zuckeranteil und den Verkauf von Energydrinks erst ab 16 Jahren plädierten auf dem CDU-Parteitag für Aufklärung statt „Verbote“. Ferner äußerten sie die Sorge vor einer weiteren Belastung der Wirtschaft.

Eine im vergangenen April veröffentlichte, von der Umweltschutzorganisation Greenpeace beauftragte Studie errechnete, dass der Zuckerkonsum jährlich Gesundheitskosten von knapp zwölf Milliarden Euro verursacht.

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