München – In Bayern sind am Sonntag etwas mehr als zehn Millionen Menschen zur Kommunalwahl aufgerufen. Von ihrem Umfang her sind es die mit Abstand größten Wahlen im Freistaat: Insgesamt finden mit den Stadt- und Gemeinderats-, Kreistags-, Landrats-, Oberbürgermeister- und Bürgermeisterwahlen mehr als 4000 Wahlgänge statt, mit denen 39.300 Mandate vergeben werden.
Mit Spannung erwartet wird, wie die AfD abschneidet. Bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren spielte sie mit landesweit 4,7 Prozent nur eine geringe Rolle – hinter der mit 34,5 Prozent stärksten Partei, der CSU, sowie Grünen, SPD und Freien Wählern blieb die AfD weit zurück.
Besonders turbulent liefen die letzten Tage des Wahlkampfs in München ab. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) geht zwar als klarer Favorit ins Rennen mit Clemens Baumgärtner (CSU) und Dominik Krause (Grüne). Doch er musste Versäumnisse bei seinem Engagement für den FC Bayern einräumen, wo er nach Jahren im Verwaltungsbeirat nun in den Aufsichtsrat wechseln will. Für sein Amt im Verwaltungsbeirat bekam Reiter 20.000 Euro im Jahr. Laut Beamtenrecht hätte er sich die Tätigkeit genehmigen lassen müssen. Am Freitag entschuldigte sich der OB dafür, den Stadtrat nicht von Anfang an damit befasst zu haben. „Bis zur Klärung werde ich mich an keiner Sitzung, Beratung und Entscheidung im Rahmen meiner Funktionen beim FC Bayern beteiligen.“
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