Kurioses Wahlergebnis auf den Inseln

von Redaktion

Einziger Bürgermeisterkandidat muss in die Stichwahl

Armin Krämmer. © FOTO BERGER

Chiemsee – Ein kurioses Wahlergebnis zwingt Armin Krämmer, Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, in die Stichwahl, obwohl er keinen Gegenkandidaten bei der Bürgermeisterwahl hatte. Mit 47,7 Prozent der Stimmen verfehlt der Amtsinhaber die Mehrheit, weil die Bewohner der Frauen- und Herreninsel ihre eigenen Favoriten auf den Wahlzettel schrieben. 52,3 Prozent der Stimmen entfielen auf „wählerbenannte Personen“. „Es ist natürlich schon enttäuschend für mich, wenn man keine 50 Prozent zusammenkriegt“, sagte Krämmer gestern. Die spannende Frage ist nun, ob es Absprachen unter den Insulanern gab.

Laut der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn, die für die Chiemsee-Gemeinde zuständig ist, wurden unterschiedliche Namen aufgeschrieben.

Nach einer Prüfung des Landratsamtes Rosenheim wird es voraussichtlich auf eine Stichwahl hinauslaufen. Dabei muss der Kandidat mit den meisten handschriftlichen Nennungen zunächst zustimmen, ob er antreten möchte. Mit 23 Stimmen wurde Michael Lanzinger am häufigsten genannt. Ob Krämmer sich einer Stichwahl stellt, beantwortete er gestern nicht eindeutig: „Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Aber ich denke schon.“

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