Nerven-Krimi um München

von Redaktion

Grüne setzen auf Sieg in der Stichwahl – Keine Wahlempfehlung der CSU

München – Die Landeshauptstadt blickt gespannt wie lange nicht auf das Rennen ums Münchner Rathaus. Nach dem überraschend guten Abschneiden des Grünen Dominik Krause greift die Ökopartei erstmals nach dem Chefsessel am Marienplatz. „Das Ergebnis zeigt, dass sich viele Menschen von der Politik Antworten wünschen und nicht nur eine Verwaltung des Status quo“, sagte Krause unserer Zeitung. Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) wollte sich gestern nicht öffentlich äußern. Gewählt wird – wie überall in Bayern – am 22. März. Alleine bei den Landkreisen, kreisfreien Städten und größeren Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern stehen 128 Stichwahlen an.

Beide Münchner Kandidaten werben vor allem um die Wähler des Drittplatzierten Clemens Baumgärtner. „Wir sind uns sicher, dass viele Baumgärtner-Wähler jetzt Dominik Krause für die bessere Wahl halten“, sagte die Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer. CSU-Chef Markus Söder wollte aber auf Landesebene „erst mal keine Empfehlung“ für die Stichwahl geben. Dies sei eine Entscheidung der Münchner CSU.

Krause sagte, man werde nun „in der ganzen Stadt für einen Aufbruch an der Stadtspitze werben und dabei auf unsere Kernthemen bezahlbares Wohnen, ÖPNV-Ausbau und Energieunabhängigkeit setzen“. In der SPD hofft man, dass OB Reiter aktiver in den Wahlkampf eingreift. Zugleich sollen die Unterschiede zu Dominik Krause deutlicher herausgearbeitet werden. Kritisch äußerte sich Fraktionschefin Anne Hübner: „Ich finde es schwierig, wenn man im Wahlkampf Dinge verspricht, von denen man schon weiß, dass man sie nicht halten kann.“MIK/SKA»KOMMENTAR

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