München – Der Mitgliederverlust der Kirchen schreitet rasant voran. Durch Austritte und Sterbefälle verloren sie 2025 etwa 1,2 Millionen Gläubige. Eine Trendwende ist weder bei den Austritten noch bei den Taufen in Sicht.
In Bayern traten 81.852 Menschen aus der katholischen Kirche aus. Das sind etwa 5300 weniger als noch 2024, wie aus Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz hervorgeht. Der evangelischen Landeskirche (ELKB) kehrten rund 42.000 Menschen den Rücken – das ist ein Anstieg im Vergleich zu 2024, als es 39.486 Austritte gab. Heiner Wilmer, neuer Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, sagte, die schlechten Zahlen seien „ein Spiegelbild unserer Kirche“.