Genf – Die Vereinten Nationen haben zum Weltwettertag Alarm geschlagen: „Das globale Klima befindet sich in einem Notstand“, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag. Er verwies auf den zeitgleich veröffentlichten Weltklimabericht, demzufolge die vergangenen elf Jahre die heißesten der Geschichte waren.
In ihrem jährlichen Weltklimabericht konstatierte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), dass 2015 bis 2025 die heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Das vergangene Jahr sei das zweit- oder drittwärmste Jahr jemals gewesen. Die weltweite Durchschnittstemperatur lag demnach 1,43 Grad Celsius über dem Wert der vorindustriellen Zeit (Referenzzeitraum: 1850 bis 1900) – und damit knapp unter dem im Pariser Abkommen vereinbarten 1,5-Grad-Limit. Wird die 1,5-Grad-Schwelle dauerhaft überschritten, droht eine Zunahme von Extremwetterereignissen wie Dürren, Stürmen, Hitzewellen oder Starkregen. Auch Ökosysteme sind gefährdet.
„Die Menschheit hat gerade die elf heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Wenn sich die Geschichte elfmal wiederholt, ist das kein Zufall mehr. Es ist ein Weckruf“, so Guterres. „Die Erde wird über ihre Belastungsgrenzen hinaus beansprucht.“